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Cheerleading in Österreich

Die Anfänge

Begonnen hat Cheerleading in Österreich 1990 mit der Gründung eines Squads bei den Klosterneuburg Mercenaries (heute: Danube Dragons). 1994 ist ein historischer Jahrgang im Östereichischen Cheerleading, denn die erste Meisterschaft wurde ausgerichtet. Bei der ersten Cheerleadermeisterschaft (ÖCM) 1994 in Klosterneuburg nahmen bereits sechs Teams teil, darunter die Salzburg Bulls und Danube Dragons, die bis heute bestehen blieben.

Es gab noch kein Regelwerk, verlangt wurde ein Pflichtprogramm und ein Showprogramm von jeweils sieben Minuten. Erster Meister wurden die Salzburg Bulls, gefolgt von den Highland Knights, die damals noch Oscar Dinos hießen. Die Sieger qualifizierten sich für die Europameisterschaft in Sindelfingen bei Stuttgart.

1995 fand die II. Österreichisch Cheerleader Meisterschaft in Salzburg statt, sieben Teams gingen an den Start. Es lag ein Regelwerk mit dem Umfang von zwei Seiten vor und die Zeit der Programme wurde auf fünf Minuten gekürzt. Die Salzburg Bulls konnten vor heimischer Kulisse den Titel vor den Highland Knights verteidigen. Die Salzburg Bulls erreichten bei der ersten offiziellen Europameisterschaft einen sechsten Platz. In Sindelfingen gab es auch zum ersten Mal ein Regelwerk auf Europa-Ebene, nachdem sich eine Cheerleader-Vertretung, die ECA gegründet hatte, wo Österreich eines der ersten Mitgliedsländer war.

Düstere Jahre

1996 und 1997 waren düsteres Kapitel in der österreichischen Geschichte, denn es gab keine Meisterschaften. Dafür fand 1996 das erste Cheerleader Camp in Salzburg statt und Österreich wurde bei der zweiten Europameisterschaft, ebenfalls im Glaspalast von Sindelfingen, durch die Highland Knights vertreten. Auch sie schafften einen sechsten Platz. Im nachfolgenden Jahr nahmen die Rangers für Österreich an der dritten Europameisterschaft in der Jahn-Sporthalle in Stuttgart-Feuerbach teil. Die Wienerinnen schafften einen vierten Platz.

Im August 1998 wurde auch der internationale Verband gegründet, die International Cheerleader Federation.Bei der dritten Meisterschaft 1998 die von den Danube Dragons wieder in Klosterneuburg veranstaltet wurde, nahmen alle 15 Teams (!) teil. Zu den Siegern zählten die Rangers, die Grazer Giants und die Danube Dragons.1999 fand die Meisterschaft letztmalig im Juli statt.

Ab dem Jahr 2000 wurden die Meisterschaften im März ausgetragen und gelten damit als Auftakt für die Footballsaison. In Strebersdorf trafen sich bei der fünften Auflage der österreichischen Meisterschaften jedoch nur die Hälfte der Teams im Vergleich zum Vorjahr. Nur acht Teams bemühten sich um die drei Meistertitel, den die Rangers, Giants und Dragons bekamen. Eine Woche zuvor fand die fünfte Europameisterschaft in der Max-Schmeling-Halle in Berlin statt, wo Österreich von den Jugendteams Blue Stars und Red Devils aus Strebersdorf vertreten wurden. 1999 fand die auch erste Juryausbildung statt und im Jahr darauf die ICF Coachausbildung, die beide sehr gut angenommen wurden.

Cheerleading erobert Österreich

2000 veranstalteten die Rangers die V. Meisterschaft. Nachdem ein Großteil der Rangers zu den Vienna Vikings übergetreten war, konnten diese, angeführt von Head Coach Verena Böhm bei ihrer ersten Meisterschaft gleich den Meistertitel erzielen. Sie vertraten Österreich auch bei der Europameisterschaft in Lubjana (Slowenien), wo auch fast alle anderen Kategorien angetreten waren.

Die VI. Österreichische Meisterschaft fand wieder in Wien statt, wurde aber diesmal von den Vienna Vikings in Oberlaa veranstaltet. Bei der ersten Weltmeisterschaft in Japan konnte Österreich aber leider nicht teilnehmen.

Dass der Sport Cheerleading in Österreich an Popularität gewonnen hat, zeigten die steigenden Zuschauerzahlen. Bei der VII. Österreichischen Meisterschaft waren ca. 1500 Zuseher in Wien mit Fanplakaten, Tröten und 'Riesenhänden' bewaffnet um ihre Favoriten anzufeuern. Bei der Europameisterschaft am 6. Juli in Finnland wurde Österreich von den Vikings vertreten, die den fünften Platz erzielen konnten und damit als drittbeste Land, hinter Finnland und Deutschland, abschnitt. Mittlerweile kommen zu den Österreichischen Cheerleadermeisterschaften regelmäßig mehr als 4000 Zuseher und mehr als 700 Sportlerinnen nehmen teil.

© Isabella Wuthe


 

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